24 März München isst anders: Wie eine Restaurantgruppe die Gastro-Szene neu definiert
▶ 4:43 Lesezeit
München hat erstmals zwei Drei-Sterne-Restaurants gleichzeitig. Die japanische Küche boomt wie in keiner anderen deutschen Stadt. Und mitten in diesem Umbruch operiert eine Restaurantgruppe, die fast alles unter einem Dach vereint: vom Michelin-gelisteten Fine Dining über die Izakaya-Bar bis zur hundert Jahre alten Brasserie. Die Gastro Head Office Gruppe ist kein Zufall – sie ist ein Blueprint für die Zukunft der Münchner Gastronomie.
Eine Stadt auf Sterneniveau
München hat 2025 einen kulinarischen Meilenstein erreicht: Erstmals führen zwei Restaurants gleichzeitig drei Michelin-Sterne. Jan Hartwig im JAN und Tohru Nakamura in der Schreiberei – zwei Köche, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber beide auf absolutem Weltklasse-Niveau arbeiten. Nakamura ist der erste deutsche Küchenchef mit japanischen Wurzeln, der drei Sterne hält.
Insgesamt zählt München 15 Sterne-Restaurants, darunter vier mit zwei Sternen (KOMU, Alois Dallmayr Fine Dining, Atelier, Tantris) und neun mit einem Stern. Dazu kommt ein Ökosystem aus hunderten Restaurants, die nicht im Guide stehen, aber auf einem Niveau kochen, das in anderen Städten Sterne verdienen würde.

Laut dem DISH Trendreport vom Juli 2025 sind in München 1.697 Restaurants aktiv, davon 1.027 mit einer Google-Bewertung von 4,5 Sternen oder besser. Das ist eine Qualitätsdichte, die in Deutschland einmalig ist.
Der Itameshi-Boom und die Kraft der Fusion
Der stärkste Gastro-Trend in München heißt Itameshi – die Verschmelzung von japanischer und italienischer bzw. mediterraner Küche. Was klingt wie ein kulinarisches Experiment, hat handfeste Gründe: Beide Küchen setzen auf Produktqualität, Saisonalität und Reduktion. Der Unterschied liegt in der Technik.
Restaurants wie Bā Milano in Schwabing kombinieren Pizza mit Okonomiyaki, Limoncello mit Yuzu. Die Gastro Head Office Gruppe war mit Ornella am Platzl früh dran – italienisch-japanische Fusion in einem historischen Münchner Gebäude. Das ist kein Zufall, sondern Positionierung.
Sieben Konzepte, eine Handschrift
Was die Gastro Head Office Gruppe besonders macht: Kein Restaurant fühlt sich an wie eine Filiale. Das Rocca Riviera am Wittelsbacherplatz ist mediterranes Fine Dining mit einer der begehrtesten Terrassen der Stadt – im MICHELIN Guide gelistet. Das KOI daneben setzt auf japanische Robata-Küche und Izakaya-Bar, ebenfalls im Guide.
The Grill im Künstlerhaus am Lenbachplatz ist ein Steakhouse mit internationalem Ruf. Das OskarMaria bringt Brasserie-Kultur ins Literaturhaus. Das Café Reitschule in der Königinstraße steht seit 1927 – fast hundert Jahre Münchner Gastro-Geschichte.
Und dann Moro Mou in Schwabing: modern griechisch, leicht und zeitgenössisch. Zusammen decken die sieben Häuser ein Spektrum ab, das sonst nur über eine ganze Gastro-Meile verteilt existiert.
Warum Gruppen die Zukunft sind
Die Münchner Gastronomie steht unter Druck. Personalkosten sind für 87 Prozent der Betriebe die größte Herausforderung, so der fizzz Trendreport 2025/26. Die Mieten in der Innenstadt steigen. Energiekosten bleiben hoch. Einzelrestaurants ohne Rückhalt geraten an ihre Grenzen.
Premium-Gruppen wie die Gastro Head Office GmbH (Geschäftsführer: Ulrich Springer) haben strukturelle Vorteile: zentralisierter Einkauf, geteilte Overheads für HR und Buchhaltung, interne Personalrotation bei Krankheit oder Stoßzeiten. Und sie haben etwas, das kein Einzelrestaurant bieten kann: Karriereperspektiven über den eigenen Tellerrand hinaus.
Die Kombination ist entscheidend: Zwei MICHELIN-Guide-Häuser als Prestige- und Recruiting-Magnet. Ein fast hundertjähriger Klassiker für Stammkunden und lokale Verankerung. Und Trend-Konzepte wie KOI und Ornella, die neue Zielgruppen ansprechen. Das ist keine zufällige Sammlung von Restaurants – das ist ein Portfolio.
Die Stadt als Bühne
Was München von Berlin oder Hamburg unterscheidet: Die Restaurants sind oft in historischen Gebäuden – das Künstlerhaus am Lenbachplatz, das Literaturhaus am Salvatorplatz, das Arco-Palais am Wittelsbacherplatz. Das gibt der Gastronomie eine Tiefe, die keine Neueröffnung auf der grünen Wiese replizieren kann.
Die Kaufkraft ist da. Das Publikum ist da. Und seit 2025 ist auch die internationale Aufmerksamkeit da – zwei Drei-Sterne-Restaurants und ein japanisch-mediterraner Fusion-Trend, der weltweit Beachtung findet. München ist nicht mehr nur Weißwurst und Biergartenkultur. München ist eine der spannendsten Gastro-Städte Europas.
Verdict
Q&A nach der Show
Klick auf eine Frage um die Antwort aufzuklappen.
Wie viele Michelin-Sterne hat München?
Was bedeutet Michelin-gelistet?
Was ist Itameshi?
Welche Restaurants gehören zur Gastro Head Office Gruppe?
Kann man in den Restaurants auch arbeiten?
Häufige Fragen
Was ist wichtig bei DROP?
Stand 2025 hat München 15 Sterne-Restaurants: Zwei mit drei Sternen (JAN und Tohru in der Schreiberei), vier mit zwei Sternen und neun mit einem Stern. Damit rangiert München neben Hamburg und Berlin unter den Top-Gastro-Städten Deutschlands.
Welche Entwicklung beschreibt der Beitrag?
Michelin-gelistet heißt, dass ein Restaurant im MICHELIN Guide geführt wird – als Empfehlung der Inspektoren. Das ist bereits eine Auszeichnung und bedeutet, dass Qualität, Konsistenz und Handwerk überzeugt haben.
Worauf kommt es laut Artikel besonders an?
Itameshi ist die Fusion aus japanischer und italienischer bzw. mediterraner Küche. Der Name kommt aus dem Japanischen und bedeutet wörtlich italienisches Essen.
Welche praktische Folge hebt der Artikel hervor?
Rocca Riviera (mediterran, MICHELIN Guide), KOI (japanisch, MICHELIN Guide), The Grill im Künstlerhaus (Steak, international ausgezeichnet), OskarMaria (Brasserie im Literaturhaus), Café Reitschule (seit 1927), Ornella (italienisch-japanische Fusion) und Moro Mou (modern griechisch). Alle in der Münchner Innenstadt,
Was sollten Leserinnen und Leser mitnehmen?
Die Gastro Head Office Gruppe beschäftigt über 170 Mitarbeiter und sucht regelmäßig Verstärkung in Küche, Service und Management. Alle offenen Stellen sind auf gastro-head-office.factorialhr.de einsehbar.
IBS Publishing ist eine Verlagsmarke der evernine media