Rapper Marteria launcht Slow Fashion-Kollektion aus „Ocean-Plastic“

IBB Redaktion

Von so schön verstrahlt zu Nachhaltigkeits-Verfechter: Marteria ist Nachhaltigkeitsfan? Oh ja! Das beweist er mit seinem neuem Modelabel „Green Berlin“. Zusammen mit seiner Crew bringt der deutsche Rapper eine Slow Fashion-Kollektion aus Recycling-Polyester und Bio-Baumwolle auf den Markt. Für seine Fans wurde die Herstellung der limitierten Streetwear-Linie in einem 20-minütigen Film genaustens dokumentiert.

Merchandise von Musikern kennen wir, doch dass bei der Produktion der Kleidung auf Nachhaltigkeit Wert gelegt wird, ist in dieser Branche revolutionär. Dass Marteria, aka Marsimoto aka Marten Laciny, auf konventionell produzierte Massenware verzichtet und zugunsten einer grünen Erde Green-Merch produziert, entsteht aus persönlicher Überzeugung. Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in einer Zeit, in der Ozeane über Jahrzehnte lang mit Plastikmüll überschüttet werden, würde in einer eigenen Observation zu diesen zerstörerischen Entwicklungen wurzeln:

„Wasser ist mein Element. Mein Opa war Fischer, mein Vater ist Seemann, ich bin Angler. Das liegt in unserer DNA. Und beim Angeln, beim Tauchen – überall bemerk’ ich immer mehr Plastik um mich herum.“– Marteria

Marterias Slow Fashion-Kollektion als Antwort auf die Verschmutzung der Weltmeere

Die 17-teilige limitierte Kollektion, hergestellt aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle und recyceltem Ozeanplastik, soll neben der Einhaltung von Umweltstandards auch faire Arbeitsbedingungen und faire Löhne sicherstellen. Mit jedem produzierten Piece bleibt ein Stück Plastikmüll noch etwas länger im Umlauf – das ist green.

Hier ein paar Impressionen aus der ökofreundlichen Street Fashion-Linie, bestehend aus einem Windbreaker, einem Fleece sowie Jogger und Hoodies bis hin zu Socken und Caps:

 

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100% fair und bio bis zum Hangtag: Natürlich belässt es die Green Berlin-Crew nicht nur bei der fair produzierten Kleidung an sich. Abbaubare Upcycling Hangtags aus Baumwollresten gibt es on top. Angereichert mit Basilikum-, Spinat- und Petersiliensamen sollen die Etiketten nicht einfach im Müll verschwinden. Nein, nein, sie können daheim eingepflanzt, gehegt und gepflegt werden – und das ist green bis ins kleinste Detail.

BACK2GREEN mit selbst gefilmter Doku und eigenem Soundtrack

Wie sie dem Anspruch auf Nachhaltigkeit gerecht werden, zeigt die Crew um Marteria in einer Dokumentation, produziert von Chris Schwarz und unterlegt mit einem eigenem Soundtrack der Green Berlin Gang. Darin können wir ganz genau verfolgen, woher das Label den Ozeanmüll bezieht: Das gesammelte rohe Material aus dem Mittelmeer vor Barcelona wird verhäckselt, verarbeitet und dann in Anatolien zu Garn gezogen, zu Stoff verwebt und in die finale Kollektion veredelt.

Gegenstimmen: Marterias Slow Fashion-Kollektion nicht mehr als Greenwashing?

Nun gibt es einige Stimmen, die die Produktion von Kleidung aus „Ocean-Plastic“ als korrekte Antwort auf die Umweltverschmutzung in Frage stellen. Kritiker bringen den Vorwurf ein, dass solche Unternehmen statt Slow Fashion zu produzieren, lediglich „Greenwashing“ betreiben (sprich: für den Konsumenten umweltfreundlich wirken – aber es in Realität gar nicht sind). Denn wenn Umweltschutz die höchste Priorität ist, sollten erst keine neuen Labels und Kollektionen auf den Markt kommen.

Living in a green Ma(r)teria-l world

Aber: Das Label Green Berlin ist sich der Schwächen dieser Produktionsverfahren bewusst. So bringt der 37-jährige Rapper auf Instagram vor:

„Keiner von uns ist perfekt. Hier geht es um einen ersten Schritt.“– Marteria

Mit einer BACK2GREEN Slow Fashion-Kollektion und dem Bewusstsein dafür, dass es nur eine einzige Erde gibt, leisten Marteria und seine Crew als Vorreiter in ihrer Branche einen wesentlichen Schritt in Richtung grünere Zukunft – und das allein verdient schon Respekt.

Quelle Titelbild: iStock / PashaIgnatov

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