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Drive-in Konzert: Der neueste Trend in der Coronakrise

IBB Redaktion

Sido und Alligatoah haben es vorgemacht: Das Auto-Konzert ist ein Ding und entwickelt sich zum neuesten Hype. Jetzt folgen schon die ersten Auto-Raves mit DJ-Set, Pyrotechnik und Lichteffekten. Doch kommt diese kreative Alternative wirklich an das feiern im Club oder an ein Festival ran?

Not macht erfinderisch und die wunderbaren Künstler dieser Welt haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen, um uns irgendwie ihre Musik in dieser distanzierten Zeit näherzubringen. Online-Konzerte, Instagram-Live-Sessions, Q&As, One-Shot-Musikvideos aus der Quarantäne (wie Yungblud mit seinem mehr als passenden neuen Song „Weird“ bei der Late Late Show)… so sehr wir uns über den ganzen Content freuen, das echte Feeling vom Live-Konzert oder vom Feiern kommt trotz aller Mühe dennoch nicht wirklich auf.

Mindestens bis zum 31. August 2020 sind Festivals und alle anderen Musikevents gestrichen, also muss etwas anderes herhalten – das Drive-in Konzert vielleicht?

Wie läuft ein Drive-in Konzert ab?

Das Prinzip ist ganz einfach: Statt Festivalgelände ein riesiger Parkplatz, statt großer Menschenmenge jeweils zwei Personen im Auto vor der großen Bühne und statt Gegröle und Klatschen Warnblinkanlage und Hupe. Die Musik wird dabei per Autoradio übertragen.

Vorreiter auf diesem Gebiet war der dänische Singer-Songwriter Mads Langer, der kurzerhand das erste Drive-in Konzert mit 500 Gästen veranstaltet hat.

Sido & Alligatoah legen nach

Im Autokino Düsseldorf gab es dann auch in Deutschland die ersten erfolgreichen Shows mit Alligatoah und Sido zwischen dem 23. und 26. April. Den Videos zufolge scheint es vor allem bei der Show von Sido nicht an Stimmung gemangelt zu haben. Ein chaotisches Lichtermeer aus Warnblinkern und eine Schallwand an Synchrongehupe wo üblicherweise ein „Oh, Oh“ wäre.

Autodisco – ein Ding für die Zukunft?

Nahe der niederländischen Grenze veranstaltete der Nachtclub Index eine der ersten Autodiscos am 1. Mai. Insgesamt 250 Autos versammelten sich vor dem DJ-Pult und der Pyro-/Lichtershow. Auch hier wieder nur zwei Personen pro Fahrzeug und ein festgelegter Abstand zwischen den Fahrzeugen. Ob da Stimmung aufkommt? Ausprobieren!

 

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Eine optimale Lösung scheint es zwar noch nicht zu sein um unseren Durst nach Konzerten und Club-Nächten zu stillen. Für das erste ist es aber eine schöne Alternative zum Live-Stream-Konzert und (auch wenn nur ein kleiner) ein Schritt zurück in die Welt und zurück in unsere Live- & Club-Kultur.

Quelle Titelbild: Arte

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