06 Jan. Grammys 2023: Beyoncé’s Auftritt und die größten Hits
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Los Angeles, 5. Februar 2023. Beyoncé sitzt im Crypto.com Arena und weiß, dass sie Geschichte schreibt – egal was passiert. Vier Grammys in einer Nacht bringen sie auf 32 Gesamtsiege, mehr als jeder Künstler in der Geschichte der Recording Academy. Album of the Year geht trotzdem an Harry Styles. Eine Nacht, zwei Erzählungen.
Das Wichtigste in Kürze
- Beyoncé gewinnt 4 Grammys und erreicht 32 Gesamtsiege – absoluter Allzeit-Rekord
- Album of the Year geht an Harry Styles für „Harry’s House“ – umstrittene Entscheidung
- Lizzo gewinnt Record of the Year für „About Damn Time“
- Adele und Sam Smith gewinnen weitere große Kategorien
Der Rekord und was er bedeutet
32 Grammys. Georg Solti hielt den Rekord seit Jahrzehnten mit 31 – ein klassischer Dirigent, der außerhalb der Musikwelt kaum bekannt ist. Jetzt hält ihn eine Frau, die mit ihrem achten Soloalbum eine Hommage an Black Dance Music geschaffen hat.
Die vier Gewinne in der Nacht: Best Dance/Electronic Album, Best Traditional R&B Performance, Best R&B Song und Best Dance/Electronic Recording. Alles Kategorien, die dem Genre entsprechen, in dem „Renaissance“ arbeitet. Keine der Hauptkategorien.
Harry Styles und der Album-Preis
„Harry’s House“ ist ein gutes Popalbum. Sonnig, handwerklich ordentlich, von Kid Harpoon produziert mit einem Gespür für melodische Hooks. Dass es Album of the Year gewann und nicht „Renaissance“ – das Album, über das Kritiker und Fans des Jahres am meisten gesprochen haben – löste die inzwischen übliche Grammy-Debatte aus.
Die Recording Academy hat eine lange Geschichte damit, sichere Wahlen zu treffen. „Renaissance“ war zu spezifisch, zu schwarz, zu Dancefloor. Das ist die Lesart. Die andere: Harry Styles hatte schlicht mehr Stimmen.
Die anderen Gewinner
Lizzo gewann Record of the Year für „About Damn Time“ – ein Song, der den Sommer 2022 definiert hat. Adele gewann Best Pop Solo Performance für „Easy On Me“. Kendrick Lamar gewann Best Rap Album für „Mr. Morale & The Big Steppers“, das technisch stärkste Album des Jahres – und das zweite Jahr in Folge ohne Grammy für Album of the Year.
Sam Smith und Kim Petras gewannen Best Pop Duo/Group Performance für „Unholy“. Kim Petras war damit die erste offen transgender Frau, die einen Grammy in dieser Kategorie gewann.
Die Show
Trevor Noah moderierte zum dritten Mal. Bad Bunny eröffnete mit einem energetischen Set, der Latin Music als feste Grammy-Größe unterstrich. Stevie Wonder und Smokey Robinson ehrten Berry Gordy und das Motown-Erbe. Der emotionalste Moment der Nacht.
Häufig gestellte Fragen
Wer hat die Grammys 2023 gewonnen?
Die großen Gewinner der 65. Grammy Awards 2023: Harry Styles (Album of the Year), Lizzo (Record of the Year), Beyoncé (4 Grammys, neuer Allzeit-Rekord mit 32 Gesamtsiegen), Kendrick Lamar (Best Rap Album), Sam Smith & Kim Petras (Best Pop Duo).
Wie viele Grammys hat Beyoncé insgesamt?
Nach den 65. Grammy Awards 2023 hält Beyoncé den Allzeit-Rekord mit 32 Grammy-Gewinnen. Sie überholte damit den bisherigen Rekordhalter Georg Solti (31 Grammys), einen klassischen Dirigenten.
Warum hat Beyoncé nicht Album of the Year gewonnen?
Die Grammy-Abstimmung durch die Recording Academy-Mitglieder bevorzugte Harry Styles’ „Harry’s House“ gegenüber Beyoncés „Renaissance“. Kritiker und Fans sahen darin ein Muster der Academy, kommerzielle und zugängliche Pop-Alben gegenüber künstlerisch ambitionierteren Werken zu bevorzugen.
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