Person schreibt in einem dunklen Musikstudio neben Keyboard, Monitor, Lautsprecher und Plattenkiste.

(G)I-DLE ‚We Made‘: K-Pop-Comeback mit Eigenregie

4:15 Lesezeit

(G)I-DLE sind am 6. Juli mit ihrem neunten Mini-Album „We Made“ zurück. Der Titeltrack „Gimme Dat Love“ ist ein Sommer-Liebeslied, das um eine Whistle-Melodie gebaut ist. Der eigentliche Punkt steht aber im Kleingedruckten der Credits: Soyeon hat den Titelsong unter ihrem Producer-Alias icebluerabbit mitgeschrieben, Minnie steuert die selbstkomponierte „Love Is Pain“ bei. Während andere Gruppen fertige Songs vom Label bekommen, schreibt diese hier einen erheblichen Teil selbst. Genau das macht „We Made“ interessanter, als es ein Sommer-Release sein müsste.

 

DROP

  • Release am 6. Juli: „We Made“ ist das 9. Mini-Album von (G)I-DLE, Titeltrack ist „Gimme Dat Love“.
  • Soyeon als Produzentin: Sie schrieb den Titelsong unter dem Alias icebluerabbit mit, dazu die Lyrics der B-Side „Morning“.
  • Minnie komponiert selbst: Der Track „Love Is Pain“ stammt aus ihrer eigenen Feder.
  • Sechs Tracks, zwei schon draußen: „Mono (feat. skaiwater)“ kam im Januar, die Pre-Release „Crow“ folgte am 15. Juni.
  • Latin-Pop im Sommermodus: „Gimme Dat Love“ entstand mit den Produzenten Daramola und Samantha Cámara, gebaut um einen Pfeif-Hook.

 

Warum (G)I-DLE anders produziert als der K-Pop-Schnitt

 
Im K-Pop ist das übliche Modell klar getrennt: Das Label liefert Songs von externen Produktions-Teams, die Gruppe performt sie. (G)I-DLE haben dieses Modell von Anfang an gebrochen. Leaderin Soyeon schreibt und produziert seit dem Debüt einen großen Teil des Materials selbst, unter ihrem Alias icebluerabbit. Auf „We Made“ setzt sich das fort: Sie steht bei „Gimme Dat Love“ und der B-Side „Morning“ in den Credits, Minnie liefert mit „Love Is Pain“ einen komplett selbstkomponierten Track.
 
Das ist keine Kosmetik. Wer den eigenen Sound schreibt, kontrolliert die künstlerische Richtung, statt sie zugewiesen zu bekommen. In einer Industrie, die stark auf austauschbare Produktions-Pipelines setzt, ist dieser Eigenanteil das, was (G)I-DLE über Jahre eine erkennbare Handschrift gegeben hat. Wie sehr Songwriting inzwischen zum Standortfaktor wird, zeigt auch der Trend zum Hook-first-Writing.
 

9.
Mini-Album
6
Tracks
6. Juli 2026
Gimme Dat Love
Titeltrack mit Whistle-Hook, geschrieben von Soyeon mit den Latin-Pop-Produzenten Daramola und Samantha Cámara.

 

Was „Gimme Dat Love“ klanglich vorhat

 
Der Titeltrack setzt auf eine Pfeif-Melodie als Erkennungszeichen, ein bewährter Trick für Ohrwurm-Wirkung. Die Zusammenarbeit mit den Latin-Pop-Produzenten Daramola und Samantha Cámara verschiebt den Sound in Richtung Sommer, weg von den düster-kantigen Konzepten, für die (G)I-DLE bekannt sind. Das ist eine bewusste Bewegung. Eine Gruppe, die „Tomboy“ und „Nxde“ gemacht hat, kann sich einen leichten Sommer-Track leisten, ohne beliebig zu wirken.
 
Interessant ist die Streuung über die Zeit. Mit „Mono“ im Januar und der Pre-Release „Crow“ Mitte Juni hat das Label das Album über Monate hinweg vorbereitet, statt alles auf einen Drop zu legen. Diese gestaffelte Veröffentlichung folgt der Logik, nach der Releases 2026 funktionieren. Wie stark der Rhythmus der Veröffentlichung die Wirkung eines Albums bestimmt, sieht man hier im Kleinen. Auch andere Gruppen ziehen ihre Reichweite so auf, etwa mit langen Tour-Vorläufen wie bei der BABYMONSTER-Welttour.
 

Q&A nach der Show

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Wann erscheint „We Made“ und wie viele Songs hat es?
Das 9. Mini-Album erscheint am 6. Juli 2026 und umfasst sechs Tracks. Zwei davon waren schon vorab verfügbar: „Mono (feat. skaiwater)“ seit Januar und die Pre-Release „Crow“ seit dem 15. Juni. Der Titeltrack ist „Gimme Dat Love“.
Wer hat den Titeltrack geschrieben?
Soyeon hat „Gimme Dat Love“ unter ihrem Producer-Alias icebluerabbit mitgeschrieben, zusammen mit den Latin-Pop-Produzenten Daramola und Samantha Cámara. Sie verfasste außerdem die Lyrics der B-Side „Morning“.
Was ist an der Produktionsweise von (G)I-DLE besonders?
Ein großer Teil des Materials stammt aus der Gruppe selbst. Soyeon schreibt und produziert seit dem Debüt regelmäßig mit, Minnie steuert eigene Kompositionen bei. Auf „We Made“ ist „Love Is Pain“ ein von Minnie selbst komponierter Track. Dieser hohe Eigenanteil ist im K-Pop die Ausnahme.
In welchen Versionen erscheint das Album?
Die physische Ausgabe kommt in vier Varianten: A, B, C sowie eine Poca-Album-Version. Die Tracklist wurde am 24. Juni offiziell vorgestellt, die Konzeptfotos zu „Gimme Dat Love“ folgten kurz darauf.

 

Bildquelle: KI-generiert (Juli 2026)



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