06 Juli Madonna ‚Confessions II‘: zurück auf den Dancefloor
4:30 Lesezeit
Madonna hat am 3. Juli „Confessions on a Dance Floor: Part II“ veröffentlicht, ein direktes Sequel zu ihrem Electronic-Meilenstein von 2005. Der entscheidende Name steht nicht im Titel, sondern in den Produktions-Credits: Stuart Price, der Architekt des Originals, ist zurück am Pult. Genau das ist der Grund, warum dieses Album mehr ist als Nostalgie-Recycling. Wer den nahtlosen, DJ-mixartigen Fluss des ersten Confessions verstanden hat, weiß, dass dieser Sound ohne Price nicht funktioniert. Die Kritik feiert es bereits als ihr bestes Werk seit zwanzig Jahren.
DROP
- ▸Release am 3. Juli: „Confessions on a Dance Floor: Part II“ ist Madonnas 15. Studioalbum und ein Sequel zum 2005er-Landmark.
- ▸Stuart Price zurück am Pult: Der Produzent des Originals nahm das Album maßgeblich in seinem Londoner Studio auf.
- ▸Gäste über Generationen: Sabrina Carpenter, Feid, Stromae und Madonnas Tochter Lola Leon sind dabei.
- ▸Drei Singles vorab: „Bring Your Love“ mit Sabrina Carpenter, dazu „Love Sensation“ und „Danceteria“.
- ▸Starke Kritik: Viele Rezensenten nennen es Madonnas bestes Album seit dem ersten Confessions.
Warum Stuart Price der ganze Unterschied ist
Das Original von 2005 war kein normales Popalbum, sondern eine durchgehende DJ-Set-Erzählung: Jeder Song ging nahtlos in den nächsten über, kein Stillstand, kein Luftholen. Diese Idee stammte maßgeblich von Stuart Price, der aus French House, Disco und Italo einen Sound baute, der auf den Dancefloor gehörte und trotzdem radiotauglich war. „Hung Up“ mit seinem ABBA-Sample wurde zum globalen Hit, weil Price die Four-on-the-floor-Kick-Drum mit einer Pop-Melodie verheiratete.
Für das Sequel dieselbe Handschrift zu holen, ist die logischste und riskanteste Entscheidung zugleich. Logisch, weil niemand diesen Sound besser kann. Riskant, weil ein zweiter Aufguss schnell wie eine Kopie wirkt. Dass die Kritik das Album trotzdem feiert, spricht dafür, dass Price die DNA fortschreibt, statt sie zu fotokopieren. Wie sehr solche Produktions-Entscheidungen den Charakter eines Tracks bestimmen, zeigt sich auch bei aktuellen EDM-Rhythmen und ihrer Chart-Wirkung.
Warner Records
Was ein Dancefloor-Sequel 20 Jahre später riskiert
Ein Sequel zu einem geliebten Album ist immer eine Wette gegen die Erinnerung. Das Original ist inzwischen ein Klassiker, jede neue Note wird daran gemessen. Madonna umgeht die Falle, indem sie nicht versucht, „Hung Up“ ein zweites Mal zu schreiben. Stattdessen nimmt sie das Prinzip – durchgehender Groove, Disco-Wärme, keine Balladen-Bremse – und aktualisiert die Oberfläche.
Das passt in einen größeren Moment. Der Dancefloor ist zurück, House und Disco prägen die Charts wieder. Die Grenze zwischen Club und Radio ist so durchlässig wie lange nicht. Was elektronische Musik gerade auf die großen Bühnen zurückbringt, haben wir am Beispiel von Fred agains Live-Ansatz beschrieben. Madonna trifft mit dem Timing einen Nerv, den sie 2005 selbst mitgeprägt hat.
Die Gästeliste als Generationsbrücke
Wer auf einem Album mitsingt, ist eine Aussage. Sabrina Carpenter steht für den aktuellen Gen-Z-Pop, Stromae für europäischen Art-Pop, Feid für die Reggaeton-Welle, dazu Madonnas eigene Tochter Lola Leon. Diese Mischung ist kein Zufall, sondern ein Versuch, das Original für ein Publikum zu übersetzen, das 2005 noch nicht im Club stand.
Genau darin liegt die Kunst des Sequels: Es muss die Alten abholen und die Jungen gewinnen. Ob das über die volle Albumlänge trägt, entscheidet sich im Hören. Der Ansatz aber ist klug. Wie ein Track am Ende radiotauglich getrimmt wird, ohne seine Club-Seele zu verlieren, ist übrigens eine eigene Wissenschaft, die wir im Radio-Edit-Leitfaden aufgedröselt haben.
Q&A nach der Show
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Wann erscheint „Confessions II“ und wer hat es produziert?
Warum ist Stuart Price für dieses Album so zentral?
Welche Gäste sind auf dem Album?
Ist es wirklich ein direktes Sequel zum Original?
Redaktion IBS Publishing ››
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Bildquelle: KI-generiert (Juli 2026)