DJ-Mixer von oben mit leuchtendem Timeline-Streifen auf petrolfarbenem Feld (KI-generiert)

deadmau5 schickt AUTO/PILOT in die Public Beta

5:07 Lesezeit

AUTO/PILOT von deadmau5 ist als bezahlte Beta draußen. Der Shop verlangt rund 43 Euro. Wer Sets zwischen zwei Decks und einer Timeline baut, bekommt hier den ersten Blick. Wer samstags nur eine stabile Playlist braucht, bleibt bei der Software, die schon steht.

DROP

  • Public Beta von AUTO/PILOT ist live. Shop: OSC/PILOT, rund 43 Euro. Rückerstattung ausgeschlossen.
  • Ein Fenster für Decks, Sequencer, Automation, Sampling, native Effekte und MIDI/OSC.
  • Läuft laut Berichten auf Windows und macOS. Exakte Systemanforderungen fehlen.
  • Steve Duda (Serum) steuert Algorithmen für Tempo und Beat-Grid bei.
  • Kein offizieller Fertigtermin. Plugin-Support ist angekündigt, nicht fertig belegt.

Der Shop verkauft eine offene Baustelle

Joel Zimmerman, besser bekannt als deadmau5, hat AUTO/PILOT als offene Club-Software in den Laden gestellt. Die Produktseite von OSC/PILOT nennt eine Public Beta. Der Preis liegt bei rund 43 Euro. Rückerstattung: ausgeschlossen. Ein Releasedatum für die 1.0 steht nicht daneben.

Das ist die Nachricht, bevor irgendwer Features aufzählt. Du kaufst Zugang zu einem Werkzeug, das noch wächst. Gearnews hat die Beta am 6. August beschrieben, We Rave You am 9., EDMTunes am 11. August. Drei unabhängige Meldungen, derselbe Kern: Die Tür ist offen, die Baustelle bleibt eine Baustelle.

Wer schon OSC/PILOT kennt, erkennt die Linie. Zimmerman baut sich die Bühne, die ihm der Markt nicht liefert. AUTO/PILOT ist der nächste Schritt derselben Logik: DJ- und Live-Umgebung in einem Fenster.

Decks, Sequencer und MIDI teilen ein Fenster

Die Shop-Beschreibung ist knapp und konkret. AUTO/PILOT soll Mixing, Live-Arrangements, Sampling, native Effekte und MIDI/OSC in einem Workflow halten. Decks stehen neben Sequencer und Automation. Wer bisher Rekordbox für die Platten und Ableton für die Clips aufmacht, kennt den Bruch: zwei Uhren, zwei Speicherorte, ein Blick, der zwischen Fenstern wandert.

Genau dort setzt die Software an. Ein Raster, das Tempo hält. Cues, die sitzen. Eine Timeline, in der du Teile überspringst, ohne dass der Floor den Schnitt hört. Sonicstate hat im Mai einen 90-Minuten-Durchlauf gesehen: automatisches BPM, Grid-Edit, Cue-Punkte, Library-Import, Audio-Routing. Damals war ein Teil der Liste noch offen. Die Public Beta schließt die Tür zur Demo. Sie schließt nicht jede Lücke.

Was ist AUTO/PILOT? Eine Performance-Software von deadmau5 bzw. OSC/PILOT. Sie soll Decks, Sequencer, Sampling, native Effekte und MIDI/OSC in einem Fenster halten. Aktuell als Public Beta, rund 43 Euro, ohne festes Releasedatum.

Stell dir den Moment vor, in dem der Kick nicht auf der Eins landet. Der Grid zuckt, der nächste Break wartet, die Hände wollen schon am Filter sein. Wenn die Software das Raster in diesem Moment hält, bleibt der Set-Fluss. Wenn sie lügt, merkt es der Raum vor der ersten Bar. Deshalb ist Tempo hier keine Spec-Zeile. Es ist die Frage, ob du der Box den Samstag anvertraust.

Public Beta
Kein Fertigtermin
rund 43 Euro
ohne Rückgabe
Win + macOS
Specs offen

Steve Duda sitzt im Raster

Gearnews nennt den Namen, der in dieser Ecke Gewicht hat: Steve Duda. Der Mann hinter Serum liefert Algorithmen für Tempo und Beat-Grid. Das ist die Stelle, an der DJ-Software entweder unsichtbar wird oder den Set zerlegt. Wer Duda kennt, weiß, dass er sich um Phasen und Transienten kümmert, nicht um Marketing-Adjektive.

Plugin-Support steht als Versprechen im Raum. Noch nicht als abgeschlossene Liste. MIDI- und OSC-Routing soll tief gehen, das passt zur OSC/PILOT-Familie. Wer Licht, Clips und Decks schon über OSC spricht, liest das als Einladung. Wer nur USB-Sticks in einen Controller schiebt, liest es als Extra, das er nie anfasst.

Was fehlt, steht ebenfalls schwarz auf weiß. Detaillierte Systemanforderungen fehlen. Ein festes Launch-Datum fehlt. Windows und macOS ja. Wie viel RAM, welche GPU, welche Audio-Schnittstelle: offen. Eine Beta ohne Spec-Blatt zwingt dich, selbst zu messen, bevor du sie auf die Show-Maschine lässt.

Rund 43 Euro ohne Rückgabe

Der Preis ist klein. Die Klausel ist es nicht. Rund 43 Euro klingen nach einem Impulskauf. Ohne Rückerstattung wird daraus eine bewusste Wette. Du zahlst, um mitzubauen. Wenn das Raster in deinem Set lügt, bleibt das Geld beim Shop.

Vergleich das mit dem, was schon im Rack steht. Rekordbox, Serato, Traktor, Engine DJ: fertige Bibliotheken, fertige Hardware-Bindung, fertige Support-Wege. AUTO/PILOT will denselben Abend plus Timeline plus Sampling plus OSC. Das ist mehr Fläche. Mehr Fläche heißt mehr Stellen, an denen eine Beta noch knirscht.

Für 43 Euro testest du eine These: dass ein Artist-Tool aus dem mau5trap-Umfeld den Bruch zwischen DJ-Decks und Live-Arrangement schließen kann. Für denselben Betrag kaufst du keine Versicherung. Du kaufst einen Platz in der ersten Reihe der Fehlermeldungen.

Wann die Beta ins Setup gehört

Die IBB-Frage ist einfach. Für welchen Workflow lohnt AUTO/PILOT? Wann lässt du sie zu?

Sie lohnt, wenn du ohnehin zwischen Decks und DAW lebst. Wenn OSC schon Licht oder Clips triggert. Wenn du Sampling und Automation im selben Blickfeld willst, in dem die Platte läuft. Dann ist eine bezahlte Beta ein Labor, das du nach der Probe wieder zumachen kannst.

Sie bleibt draußen, wenn der Samstag zwei USBs und einen Controller verlangt, der nie nachfragt. Wenn die Crowd den Mix hört, nicht deine Timeline. Wenn ein Absturz teurer ist als 43 Euro, weil der Slot nicht wiederkommt. Dann bleibt die fertige Software die ehrlichere Wahl.

Fazit
Rein ins Labor, wenn:
  • du Decks und Timeline schon parallel fährst
  • MIDI/OSC Teil deines Live-Rigs ist
  • du eine zweite Maschine für Tests hast
Draußen lassen, wenn:
  • der nächste Gig nur fertige Tools verträgt
  • du eine Rückgabe-Option brauchst
  • Specs und Fertigtermin für dich Pflicht sind

Vier Tracks, an denen ein Grid lügt oder hält. Lange Builds, harte Kicks, ein Break, der sitzen muss. Hör sie in deiner jetzigen Software. Dann weißt du, was AUTO/PILOT später beweisen muss.

 

Q&A nach der Show

Klick auf eine Frage um die Antwort aufzuklappen.

Was kostet die Public Beta von AUTO/PILOT?
Rund 43 Euro im Shop von OSC/PILOT. Rückerstattung ist ausgeschlossen. Ein kostenloser Trial steht dort nicht.
Läuft AUTO/PILOT auf Windows und Mac?
Ja, so beschreiben es unabhängige Berichte. Exakte Systemanforderungen hat der Hersteller zur Beta nicht nachgelegt. Vor einem Gig also auf einer zweiten Maschine prüfen.
Ersetzt die Software Rekordbox oder Serato?
Für den Club-Samstag mit zwei Sticks: nein. AUTO/PILOT zielt auf Sets, die Decks, Timeline und MIDI/OSC zusammenziehen. Die fertigen Tools bleiben die sichere Wahl, solange die Beta ohne Fertigtermin läuft.
Was macht Steve Duda in AUTO/PILOT?
Er steuert Algorithmen für Tempo und Beat-Grid bei. Das ist die Schicht, die entscheidet, ob ein langer Track im Raster bleibt oder der nächste Mix den Kick verliert.
Gibt es schon ein Release-Datum für die 1.0?
Nein. Weder der Shop noch die Berichte vom 6. bis 11. August nennen einen Fertigtermin. Plugin-Support ist angekündigt, nicht terminiert.

Bildquelle: KI-generiert (August 2026)



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