24 Aug. deadmau5 schickt AUTO/PILOT in die Public Beta
5:07 Lesezeit
AUTO/PILOT von deadmau5 ist als bezahlte Beta draußen. Der Shop verlangt rund 43 Euro. Wer Sets zwischen zwei Decks und einer Timeline baut, bekommt hier den ersten Blick. Wer samstags nur eine stabile Playlist braucht, bleibt bei der Software, die schon steht.
Der Shop verkauft eine offene Baustelle
Joel Zimmerman, besser bekannt als deadmau5, hat AUTO/PILOT als offene Club-Software in den Laden gestellt. Die Produktseite von OSC/PILOT nennt eine Public Beta. Der Preis liegt bei rund 43 Euro. Rückerstattung: ausgeschlossen. Ein Releasedatum für die 1.0 steht nicht daneben.
Das ist die Nachricht, bevor irgendwer Features aufzählt. Du kaufst Zugang zu einem Werkzeug, das noch wächst. Gearnews hat die Beta am 6. August beschrieben, We Rave You am 9., EDMTunes am 11. August. Drei unabhängige Meldungen, derselbe Kern: Die Tür ist offen, die Baustelle bleibt eine Baustelle.
Wer schon OSC/PILOT kennt, erkennt die Linie. Zimmerman baut sich die Bühne, die ihm der Markt nicht liefert. AUTO/PILOT ist der nächste Schritt derselben Logik: DJ- und Live-Umgebung in einem Fenster.
Decks, Sequencer und MIDI teilen ein Fenster
Die Shop-Beschreibung ist knapp und konkret. AUTO/PILOT soll Mixing, Live-Arrangements, Sampling, native Effekte und MIDI/OSC in einem Workflow halten. Decks stehen neben Sequencer und Automation. Wer bisher Rekordbox für die Platten und Ableton für die Clips aufmacht, kennt den Bruch: zwei Uhren, zwei Speicherorte, ein Blick, der zwischen Fenstern wandert.
Genau dort setzt die Software an. Ein Raster, das Tempo hält. Cues, die sitzen. Eine Timeline, in der du Teile überspringst, ohne dass der Floor den Schnitt hört. Sonicstate hat im Mai einen 90-Minuten-Durchlauf gesehen: automatisches BPM, Grid-Edit, Cue-Punkte, Library-Import, Audio-Routing. Damals war ein Teil der Liste noch offen. Die Public Beta schließt die Tür zur Demo. Sie schließt nicht jede Lücke.
Was ist AUTO/PILOT? Eine Performance-Software von deadmau5 bzw. OSC/PILOT. Sie soll Decks, Sequencer, Sampling, native Effekte und MIDI/OSC in einem Fenster halten. Aktuell als Public Beta, rund 43 Euro, ohne festes Releasedatum.
Stell dir den Moment vor, in dem der Kick nicht auf der Eins landet. Der Grid zuckt, der nächste Break wartet, die Hände wollen schon am Filter sein. Wenn die Software das Raster in diesem Moment hält, bleibt der Set-Fluss. Wenn sie lügt, merkt es der Raum vor der ersten Bar. Deshalb ist Tempo hier keine Spec-Zeile. Es ist die Frage, ob du der Box den Samstag anvertraust.
Steve Duda sitzt im Raster
Gearnews nennt den Namen, der in dieser Ecke Gewicht hat: Steve Duda. Der Mann hinter Serum liefert Algorithmen für Tempo und Beat-Grid. Das ist die Stelle, an der DJ-Software entweder unsichtbar wird oder den Set zerlegt. Wer Duda kennt, weiß, dass er sich um Phasen und Transienten kümmert, nicht um Marketing-Adjektive.
Plugin-Support steht als Versprechen im Raum. Noch nicht als abgeschlossene Liste. MIDI- und OSC-Routing soll tief gehen, das passt zur OSC/PILOT-Familie. Wer Licht, Clips und Decks schon über OSC spricht, liest das als Einladung. Wer nur USB-Sticks in einen Controller schiebt, liest es als Extra, das er nie anfasst.
Was fehlt, steht ebenfalls schwarz auf weiß. Detaillierte Systemanforderungen fehlen. Ein festes Launch-Datum fehlt. Windows und macOS ja. Wie viel RAM, welche GPU, welche Audio-Schnittstelle: offen. Eine Beta ohne Spec-Blatt zwingt dich, selbst zu messen, bevor du sie auf die Show-Maschine lässt.
Rund 43 Euro ohne Rückgabe
Der Preis ist klein. Die Klausel ist es nicht. Rund 43 Euro klingen nach einem Impulskauf. Ohne Rückerstattung wird daraus eine bewusste Wette. Du zahlst, um mitzubauen. Wenn das Raster in deinem Set lügt, bleibt das Geld beim Shop.
Vergleich das mit dem, was schon im Rack steht. Rekordbox, Serato, Traktor, Engine DJ: fertige Bibliotheken, fertige Hardware-Bindung, fertige Support-Wege. AUTO/PILOT will denselben Abend plus Timeline plus Sampling plus OSC. Das ist mehr Fläche. Mehr Fläche heißt mehr Stellen, an denen eine Beta noch knirscht.
Für 43 Euro testest du eine These: dass ein Artist-Tool aus dem mau5trap-Umfeld den Bruch zwischen DJ-Decks und Live-Arrangement schließen kann. Für denselben Betrag kaufst du keine Versicherung. Du kaufst einen Platz in der ersten Reihe der Fehlermeldungen.
Wann die Beta ins Setup gehört
Die IBB-Frage ist einfach. Für welchen Workflow lohnt AUTO/PILOT? Wann lässt du sie zu?
Sie lohnt, wenn du ohnehin zwischen Decks und DAW lebst. Wenn OSC schon Licht oder Clips triggert. Wenn du Sampling und Automation im selben Blickfeld willst, in dem die Platte läuft. Dann ist eine bezahlte Beta ein Labor, das du nach der Probe wieder zumachen kannst.
Sie bleibt draußen, wenn der Samstag zwei USBs und einen Controller verlangt, der nie nachfragt. Wenn die Crowd den Mix hört, nicht deine Timeline. Wenn ein Absturz teurer ist als 43 Euro, weil der Slot nicht wiederkommt. Dann bleibt die fertige Software die ehrlichere Wahl.
- du Decks und Timeline schon parallel fährst
- MIDI/OSC Teil deines Live-Rigs ist
- du eine zweite Maschine für Tests hast
- der nächste Gig nur fertige Tools verträgt
- du eine Rückgabe-Option brauchst
- Specs und Fertigtermin für dich Pflicht sind
Vier Tracks, an denen ein Grid lügt oder hält. Lange Builds, harte Kicks, ein Break, der sitzen muss. Hör sie in deiner jetzigen Software. Dann weißt du, was AUTO/PILOT später beweisen muss.
Q&A nach der Show
Klick auf eine Frage um die Antwort aufzuklappen.
Was kostet die Public Beta von AUTO/PILOT?
Läuft AUTO/PILOT auf Windows und Mac?
Ersetzt die Software Rekordbox oder Serato?
Was macht Steve Duda in AUTO/PILOT?
Gibt es schon ein Release-Datum für die 1.0?
Redaktionsleitung InspiredByBeatz ››
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Bildquelle: KI-generiert (August 2026)