27 Aug. Burmester-Bass: Porsche macht den Subwoofer-Amp leichter
3:17 Lesezeit
Porsche schiebt Galliumnitrid in den Burmester-Bass. Der Chip sitzt in der Spannungswandlung des 400-Watt-Subwoofer-Verstärkers und soll 2027 in Serie. Weissach nennt das Emotion. Belegt ist weniger Wärme bei gleichem Output. Das Auto bleibt ohne Namen.
Der Bass sitzt im Kühlkörper
Wer im Porsche laut fährt, hört den Subwoofer. Der Halbleiter bleibt unsichtbar. Er sitzt unten unter dem Laderaumboden und schiebt 400 Watt in den aktiven Sub. Genau dort setzt Weissach Galliumnitrid an: ein Chip für die Spannungswandlung, ohne neue Hochtöner und ohne zweites Setup.
Galliumnitrid schaltet schneller als Silizium und wirft weniger Wärme ab. Weniger Wärme heißt weniger Metall am Kühlkörper. Porsche beziffert das mit rund 20 Prozent weniger Masse und kleineren Kondensatoren und Spulen. Der Output bleibt. Die Boxen bleiben. Leichter wird der Verstärker.
Steffen Burosch, zuständig für Audio-Innovationen in Weissach, hängt daran die Porsche-Formel: kraftvolles Bassfundament, Leistungsreserven, Emotion. Das ist der Satz für die Kabine. Der Satz aus dem Labor klingt enger. Dr. Lars Heuken vom strategischen Halbleitermanagement spricht von effizienter Spannungswandlung, von Gewicht, von Effizienz im Sportwagen. Beide Sätze können wahr sein. Nur einer ist bisher gemessen.
Weissach spricht von Emotion, Stuttgart von Watt
Die Idee liegt in der Mitte 2023. Ab Frühjahr 2024 bauten Sound-, Halbleiter- und Nachhaltigkeitsteams von Porsche mit dem Institut für Robuste Leistungshalbleitersysteme der Universität Stuttgart den ersten Prototyp eines GaN-Subwooferverstärkers. Später kamen ein internationaler Halbleiterhersteller und ein Audio-Entwicklungspartner dazu. Deren Namen fehlen. Patente sind angemeldet, ohne dass Porsche die Nummern öffentlich legt.
Das ILH in Stuttgart arbeitet ohnehin an GaN. Seminar- und Abschlussarbeiten dort behandeln Klasse-D-Audioverstärker mit GaN-HEMTs, Boost-Stufen, Vollbrücken. Porsche nennt den automobilen Ersteinsatz im Burmester 3D High-End Surround Sound-System. Home-Hi-Fi nutzt GaN in manchen Wohnzimmer-Endstufen schon. Der Auto-Claim gilt, bis ein anderes Werk denselben Chip im Cockpit zeigt.
2027 kommt ohne Fahrzeugnamen
Die Markteinführung ist 2027 in einem zukünftigen Porsche. Porsche nennt das Auto nicht. Taycan, Macan und 911 bleiben ungenannt. Wer heute ein Burmester 3D High-End Surround Sound-System fährt, fährt Silizium. Der GaN-Chip kommt weder als Software-Update noch als Nachrüstung für den Bestand.
Weitere Stellen im Auto werden geprüft, ausdrücklich die Spannungswandlung in Hochvoltsystemen. Audio ist der erste Raum, weil der 400-Watt-Sub schon da ist und Wärme plus Gewicht dort wehtun, ohne dass jemand am Armaturenbrett eine neue Taste braucht.
Der Hörtest fehlt. Blindvergleich und Pegel hat Weissach nicht vorgelegt. Burosch verspricht souveräne, dynamische Wiedergabe. Heuken verspricht Effizienz. Zwischen beiden Sätzen liegt die Kabine, in der Reifen, Wind und Klimaanlage lauter sind als jeder Kühlkörper. Der Chip ändert die Bilanz unter dem Boden. Ob er den Drop ändert, hören wir 2027, in einem Auto mit Namen.
Q&A nach der Show
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Kann ich Galliumnitrid ins heutige Burmester nachrüsten?
Hör ich den Unterschied ohne Messprotokoll?
Ist GaN im Auto wirklich neu?
Lohnt Burmester, wenn ich vor allem Sprache höre?
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Bildquelle: KI-generiert (August 2026)
