Konzertnacht: Bühne, Publikum und Licht im Dunkeln

Superbloom: Lorde vertraut 80 Minuten nur den Songs

▶ 3:41 Lesezeit

Lorde hat am Montag die erste Superbloom-Concert-Nacht auf dem Hans-Jochen-Vogel-Platz gespielt. 20 Songs in 80 Minuten, acht davon vom aktuellen Album Virgin. Die Süddeutsche Zeitung nennt den Abend „Perfektion statt Spontaneität“.

DROP

  • ▸ Montag, 31. August 2026, Olympiapark München: erste von drei einzeln verkauften Concert-Nächten unter der Woche, weil das Olympiastadion saniert wird.
  • ▸ Setlist laut setlist.fm: 20 Titel von 20:30 bis 21:50 Uhr, Opener Royals, Schluss mit Green Light, David und Ribs.
  • ▸ Albumverteilung: Virgin 8, Melodrama 6, Pure Heroine 4, Solar Power 1, dazu das Charli-xcx-Cover Girl, so confusing.
  • ▸ Davor Audrey Hobert und Lykke Li, die unter anderem I Follow Rivers spielte.
  • ▸ Der Veranstalter hatte rund 10.000 Gäste je Concert-Nacht erwartet. Eine offizielle Besucherzahl gibt es nicht.

 

Der Platz statt des Stadions

Superbloom 2026 lief in zwei Hälften: zwei Festivaltage am Wochenende im Olympiapark, danach drei Konzertabende unter der Woche, jeder mit eigener Karte, weil das Olympiastadion Baustelle ist. Die Bühne stand deshalb auf dem Hans-Jochen-Vogel-Platz, der freien Fläche zwischen Olympiahalle und See, unter dem berühmten Zeltdach des Parks. Laut Süddeutscher Zeitung fasst der Platz bis zu 19.000 Menschen, der Veranstalter rechnete mit rund 10.000 pro Abend. Wie viele am Montag kamen, ist nicht bekannt. Einlassstau, Soundausfall oder Zwischenfälle gab es nach den Berichten nicht.

Was sind Superbloom Concerts? Die Werktag-Nächte im Olympiapark mit Full Set der Headlinerin. Getrennt von den Experience Days am Wochenende, einzeln verkauft, ohne Pass für alle Abende.

20 Songs, ein Cover, zehn Minuten früher Schluss

SETLIST 31.08.
Nr. Titel Album
1 Royals (Kurzfassung) Pure Heroine
2 What Was That Virgin
3 Broken Glass Virgin
4 Perfect Places Melodrama
5 Shapeshifter Virgin
6 Buzzcut Season Pure Heroine
7 Favourite Daughter Virgin
8 The Louvre Melodrama
9 Current Affairs Virgin
10 Hard Feelings Melodrama
11 Oceanic Feeling Solar Power
12 Liability Melodrama
13 Hammer Virgin
14 Supercut Melodrama
15 Team Pure Heroine
16 Man of the Year Virgin
17 Girl, so confusing Cover, Charli xcx
18 Green Light Melodrama
19 David Virgin
20 Ribs Pure Heroine

Quelle: setlist.fm, Stand 5. September 2026, dokumentiert von 17 Besuchern.

Die Setlist ist eine Entscheidung: Lorde spielt das aktuelle Album Virgin als Rückgrat und streut die alten Hits dazwischen. Wer wegen Royals kam, bekam den Song nur in Kurzfassung, dafür Ribs als letzten. Die Show endete laut setlist.fm um 21:50 Uhr, zehn Minuten vor dem Zeitplan des Olympiaparks.

Perfektion statt Spontaneität

München war eine der letzten Stationen der Tour zu Virgin, die Lorde seit einem Jahr durch Arenen in Nordamerika und Europa geführt hat. Jürgen Moises von der Süddeutschen Zeitung war da und beschreibt eine Sängerin, die am Ende dieser Tour „emotional und melancholisch“ wird und das auf der Bühne zeigt. Sein Urteil steht in der Überschrift: „Perfektion statt Spontaneität“, in der Bildzeile: „29 Jahre und ein absoluter Bühnenprofi“. Der Olympiapark fasste denselben Abend auf X als „große Songs und Gänsehaut mit ’ner Portion Zeltdach-Vibes“ zusammen, Superbloom postete am Morgen danach „Found our Perfect Place“. Drei Blicke auf einen Abend: makellos, groß, für die Fans ein Ort, an den sie zurückwollen.

Zwei Vorbands, ein Hit von 2011

Audrey Hobert eröffnete um 17:45 Uhr. Lykke Li folgte ab 18:55 Uhr mit I Never Learn und I Follow Rivers, ihrem Hit von 2011. Beide bekamen je 50 Minuten, so der Zeitplan des Olympiaparks. Für die Fans, die um 17 Uhr am Einlass standen, lagen dreieinhalb Stunden zwischen Tor und Headlinerin.

Wie die Woche weiterging

Am Dienstag stand Sombr auf demselben Platz, die SZ fand den Abend „erstaunlich unspektakulär“. Am Mittwoch beendete Lewis Capaldi das Festival mit Someone You Loved, etwas früher als erlaubt, weil seine Stimme laut SZ „hörbar schlapp machte“. Damit war Superbloom 2026 nach fünf Tagen vorbei. Ob das geteilte Format bleibt, will Festivalleiterin Fruzsina Szép nach dem Feedback des Publikums entscheiden: „Für mich ist es jedes Jahr die Herausforderung, das Festival neu zu erträumen“, sagte sie der SZ.

 

Q&A nach der Show

Klick auf eine Frage um die Antwort aufzuklappen.

Was hat die Karte gekostet?
tz nannte 79 Euro, Eventim listete Stehplatz 82 Euro und Front of Stage 112 Euro, jeweils mit Gebühren.
Wer waren Audrey Hobert und Lykke Li?
Audrey Hobert eröffnete mit ihrem Hit Sue me von 2025. Lykke Li, die schwedische Sängerin hinter I Follow Rivers, spielte den zweiten Slot. Beide bekamen je 50 Minuten.
War München das Ende der Tour?
Die SZ beschreibt Lorde an diesem Abend als emotional am Ende der Tour. München stand im Tourplan als eine der letzten Stationen.

 

Quelle Titelbild: Pexels / Lisa Fotios (px:13230484)

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