08 Sep. Superbloom: Lorde vertraut 80 Minuten nur den Songs
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Lorde hat am Montag die erste Superbloom-Concert-Nacht auf dem Hans-Jochen-Vogel-Platz gespielt. 20 Songs in 80 Minuten, acht davon vom aktuellen Album Virgin. Die Süddeutsche Zeitung nennt den Abend „Perfektion statt Spontaneität“.
Der Platz statt des Stadions
Superbloom 2026 lief in zwei Hälften: zwei Festivaltage am Wochenende im Olympiapark, danach drei Konzertabende unter der Woche, jeder mit eigener Karte, weil das Olympiastadion Baustelle ist. Die Bühne stand deshalb auf dem Hans-Jochen-Vogel-Platz, der freien Fläche zwischen Olympiahalle und See, unter dem berühmten Zeltdach des Parks. Laut Süddeutscher Zeitung fasst der Platz bis zu 19.000 Menschen, der Veranstalter rechnete mit rund 10.000 pro Abend. Wie viele am Montag kamen, ist nicht bekannt. Einlassstau, Soundausfall oder Zwischenfälle gab es nach den Berichten nicht.
Was sind Superbloom Concerts? Die Werktag-Nächte im Olympiapark mit Full Set der Headlinerin. Getrennt von den Experience Days am Wochenende, einzeln verkauft, ohne Pass für alle Abende.
20 Songs, ein Cover, zehn Minuten früher Schluss
Die Setlist ist eine Entscheidung: Lorde spielt das aktuelle Album Virgin als Rückgrat und streut die alten Hits dazwischen. Wer wegen Royals kam, bekam den Song nur in Kurzfassung, dafür Ribs als letzten. Die Show endete laut setlist.fm um 21:50 Uhr, zehn Minuten vor dem Zeitplan des Olympiaparks.
Perfektion statt Spontaneität
München war eine der letzten Stationen der Tour zu Virgin, die Lorde seit einem Jahr durch Arenen in Nordamerika und Europa geführt hat. Jürgen Moises von der Süddeutschen Zeitung war da und beschreibt eine Sängerin, die am Ende dieser Tour „emotional und melancholisch“ wird und das auf der Bühne zeigt. Sein Urteil steht in der Überschrift: „Perfektion statt Spontaneität“, in der Bildzeile: „29 Jahre und ein absoluter Bühnenprofi“. Der Olympiapark fasste denselben Abend auf X als „große Songs und Gänsehaut mit ’ner Portion Zeltdach-Vibes“ zusammen, Superbloom postete am Morgen danach „Found our Perfect Place“. Drei Blicke auf einen Abend: makellos, groß, für die Fans ein Ort, an den sie zurückwollen.
Zwei Vorbands, ein Hit von 2011
Audrey Hobert eröffnete um 17:45 Uhr. Lykke Li folgte ab 18:55 Uhr mit I Never Learn und I Follow Rivers, ihrem Hit von 2011. Beide bekamen je 50 Minuten, so der Zeitplan des Olympiaparks. Für die Fans, die um 17 Uhr am Einlass standen, lagen dreieinhalb Stunden zwischen Tor und Headlinerin.
Wie die Woche weiterging
Am Dienstag stand Sombr auf demselben Platz, die SZ fand den Abend „erstaunlich unspektakulär“. Am Mittwoch beendete Lewis Capaldi das Festival mit Someone You Loved, etwas früher als erlaubt, weil seine Stimme laut SZ „hörbar schlapp machte“. Damit war Superbloom 2026 nach fünf Tagen vorbei. Ob das geteilte Format bleibt, will Festivalleiterin Fruzsina Szép nach dem Feedback des Publikums entscheiden: „Für mich ist es jedes Jahr die Herausforderung, das Festival neu zu erträumen“, sagte sie der SZ.
Q&A nach der Show
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Redaktion IBS Publishing ››
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Quelle Titelbild: Pexels / Lisa Fotios (px:13230484)